Studie
Wie E-Mail-Marketing in sozialen Netzwerken wirkt
Am Samstag 26 September 2009 von Thomas
„Die Kombination von E-Mail und sozialen Netzwerken bietet enorme Potenziale”, sagt Will Schnabel, Marketing-Manager bei Silverpop und damit Herausgeber einer aktuellen Studie. Seine These: Werbebotschaften sollten am besten viral von Nutzern verbreitet werden.
Laut einer Studie von MarketingSherpa und Absolit (Online-Marketing-Trends 2009) setzen 88 Prozent der deutschen Unternehmen E-Mail als Marketing-Instrument ein.
Dabei nutzt nur jedes zehnte Unternehmen die Möglichkeiten die das soziale Netzwerk bietet, obwohl die Verbindung von E-Mail und sozialen Netzwerken von vielen Experten als einer der wichtigsten Trends 2009 im Online-Marketing angesehen wird.
Silverpop hat seine Studie natürlich nicht ganz ohne Hintergedanken lanciert, ist das Unternehmen doch Anbieter eines Share-to-Social Tools, das die Lücke zwischen E-Mail Marketing und sozialen Netzwerken schließen soll.
Aber zurück zur Studie: Silverpop hat insgesamt 562 E-Mails von 114 Unternehmen an mehr als 54 Millionen Adressaten untersucht. Darüber hinaus wurden Daten von E-Mail- und Social Network-Sharingaktivitäten analysiert und Variablen wie Betreffzeile, Designformat, die Platzierung von Links zu sozialen Netzwerken, das Durchschnittsalter viral verbreiteter Botschaften in solchen Netzwerken sowie die Popularität der einzelnen Netzwerke evaluiert.
Die Ergebnisse:
· Social Sharing kommt bereits heute schon auf Click-through-Raten, die sieben Mal höher sind als die bisher hauptsächlich genutzte Forward-to-a-Friend-Funktion. Auch ohne besondere Angebote erreicht Social Sharing heute schon Durchschnittswerte von 0,5 Prozent – diejenigen von Forward-to-a-Friend liegen gerade einmal bei einigen Zehntelprozenten.
· Selbst bei zurückhaltender Interpretation kommt ein Rechenmodell von Silverpop auf die Schätzung, dass E-Mails im Sharingverfahren, die für die Studie ausgewertet wurden, im Vergleich zur Orginal-Mail durchschnittlich 24,3 Prozent mehr Personen erreichen.
· Genau wie bei allen E-Mails im Posteingang werden geteilte Mails mehrheitlich in den ersten Tagen angeklickt und geöffnet, nachdem sie auf einer Social Site gepostet wurden. Im Schnitt erfolgt der letzte Klick auf eine solche Mail etwa sieben Tage nach dem ersten Sharing, die Aktivitätsspanne reicht von einem bis zu 44 Tagen.
· Während “kreative” Elemente einer Mail den Anreiz zum Sharing nicht unbedingt erhöhen, wurde klar, dass gern und oft geteilte Mails häufig einen Markennamen oder ein bestimmtes Produkt in der Betreffzeile haben – deutlich öfter jedenfalls als ein konkretes Angebot.
· Interessant ist zudem, dass zwar Links zu Facebook, MySpace and Twitter am häufigsten in E-Mails enthalten waren, Bebo, Delicious und LinkedIn aber einen höheren Anteil an geteilten Link-Klicks in Netzwerken aufweisen.
Die komplette Studie “Emails Gone Viral: Measuring “Share-to-Social” Performance – A Silverpop Benchmark Study” steht als PDF hier.
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Schlagworte: Internet Marketing, Internet-Recht, Newsletter, Social Media, Vertrieb, Web 2.0
Dieser Beitrag wurde am Samstag 26 September 2009 um 09:00 Uhr von Thomas veröffentlicht und unter News gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS 2.0-Feed verfolgen. Momentan ist weder das Kommentieren noch das Setzen eines Trackbacks möglich.
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