Panne
Xing wirbt mit eigenem Personal
Am Donnerstag 25 Februar 2010 von ChristinaPeinlich, peinlich: Ein Journalist enttarnt die angeblichen Kunden in der Testimonial-Kampagne “Und es hat Xing gemacht” als Mitarbeiter des Business-Netzwerkes.
Der “Xing-Moment” ist Xings neuestes Netzwerk-Tool. Traumjob, Kollegen oder Auftrag finden. Veranschaulicht wird das Ganze durch so genannte Testimonials, also reale oder fiktive Kunden, die den glücklichen Xing-Moment gerade am Rechner erleben.
Nun hat’s der Horizont-Kolumnist Spießer Alfons aber enttarnt: “Die zufriedenen Damen und Herren in der Xing-Werbung sind nämlich allesamt … angestellte Mitarbeiter des sozialen Netzwerkes”, schreibt er im Blog Off-the-Record.de. Und die haben, veröffentlicht als Hazel A., Florian S. oder Lena P., natürlich nur Positives zu berichten.
“Das ist so, als würden zufriedene Edeka-Kunden den Supermarkt in der Werbung loben, bei welchen es sich um Verkäufer/innen aus den Märkten handelt, ohne dass der Betrachter das erkennen kann!” moniert Spießer Alfons.
Xing: “Keine Frage des Budgets, sondern des Involvments”
Ralf Ahamer, Chief Marketing Officer bei Xing, versucht im eigenen Corporate Blog die Wogen zu glätten: “Sicher hätten wir im Vorfeld noch deutlicher kommunizieren können, wie die Kampagne aufgebaut ist. Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich dies jetzt gerne tun. …
Als wir im Vorfeld recherchiert und unsere Mitarbeiter zu ihrem XING-Moment befragt haben, haben wir gesehen, wie sehr sie sich mit XING identifizieren und wie gut sie in die Kampagne passen. … Die Entscheidung, sie in der ersten Phase als Testimonials zu nutzen, war also keine Frage des Budgets, sondern des Involvements.”
Horizont.net beklagt, dass Ahamer sich mit keinem Wort für die Panne entschuldigt. Das würde allerdings einem Eingeständnis gleich kommen nach dem Motto “es tut uns leid, dass wir euch an der Nase rumgeführt und euch (abhängige) Mitarbeiter als zufriedene Kunden verkauft haben.”
Stattdessen sind inzwischen auf der Microsite die ersten fünf “externen” Testimonials zu sehen. Genauso, wie es laut Ahamer von Anfang geplant gewesen war!
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Schlagworte: Online Strategie, Panne
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