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Zeitschriften-Verband will hauseigene Anzeigen-Statistik abschaffen

Am Freitag 16 Juli 2010 von Christina

Zu viel Aufwand, zu wenig Aussagekraft, zu gute Konkurrenz: Die Zentrale Anzeigen-Statistik (ZAS) des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zählt lediglich die Seiten von gedruckten, aber nicht unbedingt bezahlten Anzeigen in Zeitschriften.

Folglich sagt die Vorgehensweise der Zentralen Anzeigen-Statistik (ZAS) wenig darüber, wie viel Umsatz das Anzeigen-Geschäft bei Publikumszeitschriften tatsächlich bringt. Denn einerseits werden Eigen-, Medien- oder Freianzeigen mitgezählt, andererseits werden Rabatte und Provisionen nicht berücksichtigt.

Nielsen mit der etwas besseren Zählweise

Aussagekräftiger für die etwa 190 Zeitschriftentitel aus rund 50 Verlagshäusern ist da die monatliche Bruttowerbeerlös-Statistik von Nielsen Media Research, obwohl auch hier keine Rabatte und Provisionen einkalkuliert werden: Nielsen weist genau wie die ZAS Seitenzahlen aus, multipliziert diese aber am Ende mit den offiziellen Anzeigenpreisen der Titel.

“Angesichts der großen inhaltlichen Schnittmengen zwischen den ZAS-Daten und der Nielsen-Werbestatistik prüft der VDZ zurzeit, ob die Weiterführung der ZAS in Zukunft noch sinnvoll, notwendig und wirtschaftlich vertretbar ist”, erklärte Holger Busch, VDZ-Geschäftsführer Marketing/Anzeigen dem Online-Portal horizont.net.

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