Neue Auflagen für Presse
Zensurvorwurf für PR der Arbeitsagentur
Am Mittwoch 4 November 2009 von ThomasDer Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Bundesagentur für Arbeit kritisiert: Die BA versuche mit neuen Nutzungsbedingungen für Pressematerial die Berichterstattung zu beeinflussen. Textberater.com differenziert.
Ein neu eingeführter Artikeldienst der Arbeitsagentur legt Journalisten an die Kette. Aufbereitete Themen wie Interviews und Hintergrundberichte dürfen nur unverändert genutzt werden.
Themendienst Print mit harten Regeln
Das ärgert den DJV: De facto zwinge die BA der Presse so ihre Aussagen auf. Der sogenannte “Themendienst Print” sieht vor, dass Kürzungen eingeschränkt und Änderungen unzulässig sind.
Der DJV wirft der BA vor, dass sie die immer dünner werdende Personaldecke in den Redaktionen für ihre Zwecke auszunutzen versuche. “Von einer staatlichen Einrichtung erwarten wir die strikte Beachtung medienethischer Grundregeln”, sagte ein Sprecher.
Die Arbeitsagentur wies die Kritik zurück. Man wolle lediglich verhindern, “dass sich einer unserer Interview-Partner durch die völlige Umarbeitung eines Artikel nicht wiederfindet”, so ein BA-Sprecher gegenüber der dpa.
Aufwendige Geschichten unter Auflagen
An sich ist der “Themendienst Print” ja auch eine feine Sache. Interviews mit den Vorständen der BA, Fallbeispiele, Servicethemen und Schicksale – alles druckreif für die Presse.
Doch was der eine als Service verkauft, kritisiert der andere als Zensur. Was noch aussteht, ist eine Auswertung, inwieweit der Themendienst in den Medien aufgegriffen wird. Die großen Tageszeitungen und Magazine werden sich vermutlich hüten, vorgefertigtes Material 1:1 abzudrucken.
Die kleineren Medien hingegen werden solche Geschichten vermutlich gerne aufgreifen. Für die Kleinen scheinen die Nutzungsbedingungen auch gedacht zu sein. Immerhin dämmt die BA so journalistischen Wildwuchs ein.
Wildwuchs eindämmen
Man darf nicht vergessen: Dank Internet wird Pressematerial der BA tausendfach in Nischen-Publikationen zitiert.
Nehmen wir beispielsweise ein auf Unternehmertum ausgerichtetes Nachrichten-Portal mit 50.000 Lesern monatlich. So eine Publikation wird in der Regel von nur einem „Redakteur“ mit Inhalt gefüttert.
Bei solchen Projekten geht es oft darum, nicht-exklusive Inhalte so zu präsentieren, dass man sich wenigstens von den Überschriften der 25 konkurrierenden Online-Publikationen unterscheidet.
Die Abgrenzungs-Versuche enden oft in Kürzungs- und Zitat-Orgien. Und ob das Ergebnis inhaltlich am Ende noch der ursprünglichen Aussage entspricht, ist tendenziell unwahrscheinlich.
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Schlagworte: Journalismus, Pressearbeit

Freiheit braucht Verstand zur Glut!
Was? ZENSUR? Oh, wie makaber,
so was gibt’s in Deutschland nicht!
Hört doch auf mit dem Gelaber,
KOLLEKTIVE SCHWEIGEPFLICHT:
so sollt ihr Zensur benennen,
jammert nicht, hört auf zu flennen!
Viele von euch Zeitungsfritzen,
zeigen selbst nur Ungeduld -
in den schmalen Leser Ritzen,
löscht ihr nur noch! SELBER SCHULD!
Was die Meinungsmacher geigen,
akzeptiert der Größenwahn -
die Ergebnisse, sie zeigen,
doch nur eur´en Level an!
MEINUNGSFREIHEIT ist das keine,
setzt man nur auf SATZBAUSTEINE!
Sätze wieder selber schreiben,
so was täte allen gut -
das Gehirn zum DENKEN treiben,
FREIHEIT braucht VERSTAND zur Glut!
(Elisabeth Rosing)
http://schreie-aus-der-deutschen-hoelle.blogspot.com/