Video des gestrigen Tages

Hitler-Video der Aids-Kampagne gesperrt

Am Mittwoch 9 September 2009 von Thomas

Zu wirkungsvoll: Anti-Aids-Video bei Youtube gesperrt

Zu wirkungsvoll: Anti-Aids-Video bei Youtube gesperrt

Gestern noch Video des Tages auf Textberater.com, heute wegen Verstoß gegen die Youtube-Richtlinien gesperrt. So richtig verwundern kann das nicht. Der PR-Effekt wird sich aber verstärken.

Unter dem Motto „Lieber Zuviel als Zuwenig“ hatte die Initiative Regenbogen e.V. provokantes Material im Netz verbreitet.

In Videos aber auch auf auf Plakaten gibt’s Adolf Hitler, Stalin oder auch Hussein beim ungeschützten Sex mit heißen Frauen. Unter anderen hatte sich die Deutsche Aidshilfe kritisch geäußert. Vermutlich reichte der politische Druck, dass Youtube einlenkte.

„Ich habe selten so einen Trash gesehen“

Die Idee hinter der Kampagne: Aids sollte als Massenmörder ein Gesicht bekommen. Wirkungsvoll, keine Frage. Aber auch die Kommentare bei Textberater.com waren teils kritisch.

„Ich habe selten so einen Werbetrash gesehen. …Vielleicht wollten die Regenbogen-Jungs mal ganz gross ins Gerede kommen. Ist ihnen ja gelungen. Aber so ? Bäh“

Im Gerede wird die Kampagne auch bleiben. Der PR-Effekt war bislang bereits enorm. Zum Thema „Hitler in Aids Kampagne“ gibt es bereits mehr als 350 Medien-Berichte. Zum Vergleich: Als die Wiener Tafel den Aufruf zur SMS-Spende startete, gab es zwar ein knackiges ud neues Bezahlmodell – aber nur 2 relevante Medienberichte.

Altes Thema für junge Spender

Und das alte Thema Aids ist wieder aktuell. In aller Munde gebracht mit einem gewagten Vorstoß. Die öffentliche Kritik hatte der Regenbogen-Verein bereits einkalkuliert.

Nicht einkalkuliert hatte der Verein den wahnsinnigen Traffic, den die Kampagne auf die Seite ziehen würde. Der Server ist momentan down.

Nach oben wird es aber mit den Spendengeldern gehen. Im Unterschied zu den Gutmenschen-Initiativen hat Regenbogen nämlich einen Weg in die Köpfe der Leute gefunden.

Und auch wenn Viele von dem Video schockiert waren; viele vor allem junge Leute werden auch mobilisiert. Binnen der zwei Tage, an denen das Video bei Youtube verfügbar war, hatten mehr als 200 Nutzer Kommentare dazu abgegeben.

Zum Vergleich: Das damit verbundene Musikvideo haben bislang 4 Nutzer mit unverständlichen Kürzeln kommentiert.

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