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Wenn sich Marketing-Berater mit Gauner-Methoden verkaufen
Am Mittwoch 9 September 2009 von Christina“Sie erhalten Ihr kostenloses Exemplar sofort nach dem Klick auf den obigen Link. Ich nehme Sie gleichzeitig in meinen regelmäßig erscheinenden Newsletter auf…”. Kommt Ihnen das bekannt vor? Textberater.com mit dreisten Beispielen.
Die Abzocke mit rosigen Versprechen zum Thema „Wie werde ich ganz schnell ganz reich“ hat lange Tradition.
Der Text mit dem verräterischen Zusatz „Ich nehme Sie gleichzeitig in meinen regelmäßig erscheinenden Newsletter auf“ stammt aus einer Kampagne, bei der es der Sage nach um Neukundengewinnung geht. Durch den Double-Opt-In ist sogar der Adress-Eintrag korrekt, wenngleich im Ernstfall die mehrdeutigen Formulierungen aus rechtlicher Sicht für Beanstandungen sorgen dürften. Aber wer klagt schon auf die Streichung aus einem Newsletter-Verteiler?
Worthülsen als Wissen verkauft
Einmal angemeldet, bekommt man zwar ein wirklich schön designtes PDF zum Downloaden. Aber zum Thema Neukunden-Gewinnung gibt’s da nicht viel zu erfahren: Man solle die eigene Webseite für die Suchmaschinen optimieren. Und ganz schnell stelle sich der Erfolg ein, wenn man Suchmaschinen-Marketing betreibe, heißt es da beispielsweise.
Für die konkrete Umsetzung empfiehlt es sich, einen Berater einzuschalten. Ach halt – der Autor ist ja ein Berater zum Thema.
Abzocke 2.0 bei Twitter und Co.
Richtig übel wird derzeit auf Twitter gephisht. the7figurenetworker.com twittert dort zum Beispiel unter dem Namen danielvnw und hat bereits mehr als 17.000 Follower mit seinen Versprechen gewonnen. Auf Youtube gibt’s auch Beiträge von ihm.
Nach den ersten Klicks auf seine Verheißungen klingt alles ganz rosig. Dann soll man sich registrieren. Und wenn man schlau ist, merkt man anschließend, dass man bei danielvnw in ein Schneeballsystem eingeladen wurde.
Jetzt gilt es, andere Schneebälle ins Rollen zu bringen, also Freunde anzuwerben. Die Marketing-Kurse sind allesamt recht teuer. Aber verkauft man die Seminare an andere User weiter, gibt’s auch was auf das Konto zurück.
Überzeugend? Das Video vom Chef-Verkäufer, natürlich ohne Gesicht
Schlagworte: Ethik, Internet Marketing, Vertrieb
Dieser Beitrag wurde am Mittwoch 9 September 2009 um 07:31 Uhr von Christina veröffentlicht und unter Viral-Videos gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS 2.0-Feed verfolgen. Momentan ist weder das Kommentieren noch das Setzen eines Trackbacks möglich.
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